Arbei­ten und Führen in Kri­sen­zei­ten – Sechs Tipps, die helfen können!

16. März 2020

Die Corona-Krise fordert jetzt das ein, was unter den Begrif­fen „New Work“ und „Agi­li­tät“ seit Monaten ange­strengt wird: Fle­xi­bi­li­tät, Selbst­ver­ant­wor­tung und neue Formen der Zusam­men­ar­beit.

Egal ob viel oder wenig Erfah­run­gen mit agilen Formen der Zusam­men­ar­beit bestehen; jedes Unter­neh­men ist jetzt gefor­dert auf diese aktu­elle Situa­tion zweck­ori­en­tiert und schnell zu reagie­ren. Vor diesem Hin­ter­grund stehen die Men­schen in den Orga­ni­sa­tio­nen vor einer immensen Her­aus­for­de­rung: Arbeit pro­duk­tiv zu gestal­ten und trotz­dem eine ange­nehme Team­kul­tur zu eta­blie­ren und die Distanz zu über­win­den.

Jetzt gilt es zu ent­schei­den, über welche Kanäle zu welchem Anlass kom­mu­ni­ziert werden soll und die tech­ni­sche Infra­struk­tur sicher­zu­stel­len. Aber auch die ent­spre­chende Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur muss erar­bei­tet werden. Dafür braucht es Fee­d­back- und Lern­schlei­fen.

Glück­li­cher­weise wurden in den letzten Jahren viele neue tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten erar­bei­tet, die Men­schen in Unter­neh­men heute sofort helfen können, um die Arbeit auch auf Distanz zu orga­ni­sie­ren und Pro­duk­ti­vi­tät sicher­zu­stel­len.

Die fol­gen­den sechs Maß­nah­men können dabei helfen, die Arbeit in Kri­sen­zei­ten zu orga­ni­sie­ren:

  1. Mit­ar­bei­ter­füh­rung als Top-Pri­o­­ri­­tät
    Wer aus der Ferne führt, braucht engen Kontakt zu seinem Team. Beson­ders zu den Men­schen, die es nicht gewohnt sind aus dem Home­of­fice zu arbei­ten. Nehmen Sie sich die Zeit, ein­zelne Kol­le­gen anzu­ru­fen und zu fragen, wie es läuft.Sorgen Sie außer­dem für klare Struk­tu­ren, denn vieles das bisher auch infor­mell zwi­schen Tür und Angel geklärt worden ist, braucht jetzt einen Rahmen. Über­le­gen Sie sich welche Auf­ga­ben und Themen das gesamte Team betref­fen und trans­pa­rent gemacht werden müssen. Dafür reicht schon ein Doku­ment mit den Angaben, wer, was bis wann erle­di­gen muss. Hier helfen Tools wie Micro­soft Teams zur Kom­mu­ni­ka­tion und Micro­soft ToDo für das Auf­ga­ben­ma­nage­ment.
  2. Vir­tu­elle Meeting-Ses­­si­ons:
    Viele Unter­neh­men haben bereits Reisen und per­sön­li­che Mee­tings unter­sagt.  Bespre­chun­gen, ob zu zweit oder mit meh­re­ren, müssen jetzt schnell digital statt­fin­den. Selbst mit ein­ge­schränk­ter IT-Infra­­struk­­tur haben Men­schen die Mög­lich­keit, Smart­phone, Tablet oder PC zu nutzen, um sich mit anderen z. B. aus dem Home­of­fice zu ver­bin­den. Dabei helfen größ­ten­teils kos­ten­freie Tools wie Zoom, Micro­soft Teams, Skype oder Google Han­gouts.
  3. Home­of­fice:
    Eine Maß­nahme, die viele Unter­neh­men bereits ergrei­fen, ist die Ver­la­ge­rung der Arbeits­plätze in das Home­of­fice. Neben der geeig­ne­ten Hard­ware muss natür­lich auch den Zugriff auf die Daten sicher­ge­stellt werden. Dafür braucht es die not­wen­di­gen Geräte und ent­spre­chende Cloud-Anwen­­dun­­gen. Jedoch gibt es in vielen Unter­neh­men einen noch viel grö­ße­ren Hin­de­rungs­grund für das Home­of­fice: Das Ver­trauen der Führungs­kräfte in die Mit­ar­bei­ten­den. Die aktu­elle Krise kann dabei helfen, aus der Not eine Tugend zu machen und die kom­men­den Monate als Expe­ri­men­tier­phase zu nutzen und Zusam­men­ar­beit regel­mä­ßig zu reflek­tie­ren.
  4. Fle­xi­ble Arbeits­zeit­mo­delle:
    Die wirt­schaft­li­chen Folgen der Corona-Krise können je nach Branche auch Aus­wir­kun­gen auf die Menge an anste­hen­der Arbeit haben. Hier zahlt es sich aus, jetzt über fle­xi­ble Arbeits­zeit­mo­delle nach­zu­den­ken und zu erlau­ben.  Fle­xi­ble Zeit­kon­ten oder Ver­trau­ens­ar­beits­zeit kann dabei helfen, dass Beschäf­tigte weniger arbei­ten, wenn weniger zu tun ist – und mehr, wenn es wieder auf­wärts­geht. Fle­xi­blere Urlaubs­re­ge­lun­gen, sowie die zeit­weise Redu­zie­rung von Arbeits­zeit bis hin zum mehr­mo­na­ti­gen Sab­ba­ti­cal kann zudem dazu führen, dass Mit­ar­bei­tende die Krise nutzen, um Pro­jekte für sich selbst anzu­ge­hen, mit dem Wissen, dass sie wieder zu ihrer vor­he­ri­gen Basis­ar­beits­zeit zurück­keh­ren können. Durch För­de­run­gen wie dem Kurz­ar­bei­ter­geld und der kri­sen­be­ding­ten Not­wen­dig­keit können diese Maß­nah­men aktuell schnel­ler und ein­fa­cher getes­tet werden – um auch lang­fris­tig davon zu lernen.
  5. Per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung: 
    Die beruf­li­che Wei­ter­ent­wick­lung wird in Kri­sen­zei­ten oft hinten ange­stellt. Doch falls die ope­ra­tive Arbeit aus­bleibt, bietet dies die Chance zur Wei­ter­ent­wick­lung der Beschäf­tig­ten, welche sonst im Tages­ge­schäft oft zu kurz kommt. Solange das Unter­neh­men es sich leisten kann, macht es somit Sinn, die Zeit von abge­sag­ten Kon­fe­ren­zen, Mee­tings, oder sogar aus­blei­ben­den Auf­trä­gen zu nutzen, um den Mit­ar­bei­ten­den neue Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten zu bieten. Diese erstre­cken sich dabei von der Bereit­stel­lung von Online-Lear­­ning Zugän­gen über Online-Coa­ching bis hin zu Eta­blie­rung neuer digi­ta­ler Lern­grup­pen. So bietet die „Working Out Loud“ Methode zum Bei­spiel die Mög­lich­keit, sich digital in kleinen Gruppen regel­mä­ßig aus­zu­tau­schen, um per­sön­li­che Pro­jekte struk­tu­riert vor­an­zu­brin­gen. Dies sorgt nicht nur für zufrie­de­ne­rer Mit­ar­bei­ter und eine gestärkte Kultur, sondern bes­ten­falls auch für das not­wen­dige Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl in der Krise.
  6. Selbst­ma­nage­ment:
    Die neuen Formen der Zusam­men­ar­beit bringen viele Men­schen jetzt aus ihrer Kom­fort­zone. Die aktu­elle Not­wen­dig­keit sich mit vir­tu­el­len Mee­tings, arbei­ten im Home­of­fice, fle­xi­blen Arbeits­zei­ten und der per­sön­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung zu beschäf­ti­gen, können für Mit­ar­bei­ter zwar lang­fris­tig positiv, kurz­fris­tig aber auch über­for­dernd sein. Jetzt ist es wichtig, auch die Kom­pe­ten­zen des per­sön­li­chen Selbst­ma­nage­ments der Beschäf­tig­ten zu stärken. Hier sind ins­be­son­dere die Führungs­kräfte gefragt, um von viel­leicht gewohn­ter „Command+Control“ – Führung zum Mode­rie­ren und Coa­ching über­zu­ge­hen. Die benö­tig­ten Lösun­gen sind sehr indi­vi­du­ell, wöchent­li­che (digi­tale) Team­mee­tings oder täg­li­che Stand-ups und digi­ta­les Pro­jekt­ma­nage­ment wie Trello oder Asana können aber zumin­dest dabei helfen, sich gemein­sam zu orga­ni­sie­ren und zu unter­stüt­zen.

Neben den tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten ist es in diesen Zeiten der schnel­len Ver­än­de­rung wichtig, dass die per­sön­li­chen Bezie­hun­gen in den vir­tu­el­len Teams gepflegt werden. Fördern Sie den offenen Aus­tausch und ein großes gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis für die Arbeit des anderen.

Gerne bespre­chen wir Ihre per­sön­li­che Situa­tion und Her­aus­for­de­run­gen, um kurz­fris­tig wirk­same Lösun­gen mit Ihnen zu erar­bei­ten.

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